Wüstenzeiten

by Simon on März 9th, 2010

Es ist spannend und traurig zu sehen, wie Gott Dinge verändert, in dem er sie destruiert, und Leben umbildet. Wenn man plötzlich abhängig wird von anderen Menschen, keine Wohnung mehr hat, und eigentlich nicht mehr kann. Aber nach dem „The Show must go on“-Prinzip weitermacht, und sich fast täglich die eigene Schwäche offenbart. „In meiner Schwachheit bist du stark.“, heißt es dann, dann wird dieses Gebet zum Programm. Die Kunst besteht darin, sein Herz offen zu lassen. Nicht zu verzweifeln, keine Angst zu haben. Nicht zu jammern. Im Endeffekt: Das Leiden akzeptieren und in Gutes verwandeln. Da ist mir Maria wirklich das Vorbild schlechthin: Schwupps erscheint ein Engel und stellt ihr Leben auf den Kopf. Zunächst nicht sonderlich begeistert, stimmt sie aber dann doch das christliche Loblied schlechthin ein: das Magnificat. Hier sollte sie uns Vorbild sein, genau da. Ihr Wert ist nicht zu suchen in Offenbarungen und Erscheinungen, das sind schöne Beigaben, die u.U. den eigenen Glauben vertiefen können. Nicht auf Grund toller neuer Erkenntnisse, sondern deshalb ist sie zu verehren und deswegen gebührt ihr die ihr zukommende Verehrung. Weil sie es willig ertragen hat, zu leiden, und ihrem geliebten Sohn beim Leiden zusah.

Originally posted 2009-12-07 23:02:58. Republished by Blog Post Promoter

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Nettes Video

by Simon on März 2nd, 2010

Originally posted 2009-11-29 14:54:49. Republished by Blog Post Promoter

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Käßmann

by Simon on Februar 25th, 2010

Das sollte für heute reichen. Persönliche Größe!

Gruß Simon

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“Irgendwo gibt es Grenzen!”

by Simon on Februar 24th, 2010

Ich stehe hinter ihm. Vollkommen. In den letzten Wochen sind in Deutschland die Emotionen aufgekocht. Da meldet sich auf evangelisch.de die “Theologin”1 Uta Ranke-Heinemann, auch Drewermann kommt auf den Geschmack und viele sind sich einig:

Der Zölibat ist schuld.

Nein, ist er nicht. Es ist eine freie Entscheidung, Priester werden zu wollen oder eben nicht. Wenn man mit dem Zölibat nicht mehr klar kommt, kann man auch schauen, wie es weiter geht. Immerhin ist man Diplom-Theologe und kann Anschluss in anderen Berufen finden. Eine Erklärung ist das nicht. Auch sehe ich in der katholischen Kirche nicht unbedingt eine “unterdrückte Sexualität”. Nur weil ich nicht jede nehme die daher kommt, und auch sage, dass soll man nicht, heißt das ja nicht, dass meine Sexualität unterdrückt wird.

Aber ich gebe zu: ich habe von den deutschen Oberhirten auch eine klare Stellungnahme gefordert. Denn wo Schuld ist, da muss man sie bekennen. Und das hier de facto Schuld ist, sieht man, so denke ich, deutlich. Und diese Stellungnahme habe ich am Montag in der Predigt zur Vollversammlung auch gehört.

Und ich muss sagen, dass es das war, was ich hören wollte.

Die Frau Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger kritisiert die katholische Kirche. Die Richtlinien seien defizitär. Das finde ich nicht. Es ist nicht Sache der Kirche, Strafanzeige zu erstatten, sondern bei der Aufklärung zu helfen, und das wird mit den Richtlinien garantiert. Da liegt Frau Leutheusser-Schnarrenberger leider falsch, und das sagt auch Erzbischof Zollitsch.

Aber auch die evangelische Kirche hat ein Problem : Margot Käßmann. Sie wird wahrscheinlich zurücktreten. Ich muss sagen: sie tut mir etwas leid. So einen Abgang hat sie, obwohl auch ich sie kritisch sehe, nicht verdient. Ich verstehe das Getue auch nicht: wie viele Menschen fahren täglich angetrunken durch die Gegend? Und wenn sie erwischt werden, hat es keine beruflichen Konsequenzen (außer bei Berufsfahrern). Ich finde diese Diskussion etwas scheinheilig. Ein Rücktrittsgrund ist es nicht, sie bereut es ja auch offen. Etwas anderes wäre das Thema Beifahrer: wer ist er ;) ?

Liebe Grüße. Simon







  1. Ich setze das hier in Anführungszeichen weil sie zuletzt Religionswissenschaft gelehrt hat und nicht Theologie. Es ist (zunächst einmal) keine Wertung.
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Jeder ist Mensch ist König

by Simon on Februar 23rd, 2010

Eigentlich wollte ich heute einen Artikel schreiben, aber manchmal, da gibt es kleine Schreibblockaden (Ich denke, morgen früh geht er online ;) ) Zur Entschädigung habe ich hier ein schönes Gedicht wie ich finde.

(…)

Jeder mensch ist ein König

jeder mensch ist dazu

in die  welt gekommen

ein könig zu sein

so könig zu sein

nicht andere zu beherrschen

sondern andere zu erlösen

daß auch sie könig werden

in dem sinne war jesus christus könig

in einem befreienden sinne

nicht in einem triumphalistischen sinne

wie es manchmal ausgelegt wurde

er war könig

in dem sinne wie jeder mensch

könig sein könnte und müsste

jeder mensch ist ein könig

dazu ist jeder in die welt gekommen

um könig zu sein

könig zu werden.

Wilhelm Willms aus: Münsertbrief, Freiburg i. Brsg., Nr.48. 22.11.2009

Ein schönes Gedicht zum Christkönigsfest. Bis Morgen,

Euer Simon


Originally posted 2009-11-24 00:54:03. Republished by Blog Post Promoter

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Meine Heimat

by Simon als Redakteur on Februar 21st, 2010

Das ist meine Heimat. Heute gemacht. Ich liebe Freiburg. Der Berg ist direkt hinter meiner Wohnung.

Liebe Grüße,

Simon

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Die Hütte – The Shack

by Simon als Redakteur on Februar 19th, 2010

Heute will ich etwas schreiben, das mich sehr bewegt. Über ein Buch. Nichts außer der Bibel  schafft es so, mich zu berühren wie “Die Hütte”. Und ich möchte mich in diesem Artikel auf zweierlei Dinge konzentrieren: einerseits beschreiben, was dieses Buch in mir schafft, und andererseits auf einige – von Anderen vorgebrachte – Kritikpunkte eingehen. Es wird keine Inhaltsangabe geben, wer eine möchte, der soll doch bitte hier schauen.

1. Was mich bewegt

Die Frage, die ich mir immer wieder stelle ist die: “Warum geht mir dieses Buch so nahe?”

Das ist eine relevante Frage, denn es ist wirklich wichtig zu fragen, woher dieses oder jenes Gefühl kommt!Gut, was sind die Beweggründe, warum ich dieses Buch so aufnehme, wie ich es aufgenommen habe?

Das ist echt nicht einfach. Ich denke, es gibt äußere Parallelen: Mack ist Rettungsschwimmer, ich auch. Mack hat eine theologische Ausbildung, ich auch. Mack liebt seine Kinder unermeßlich, das würde ich auf jeden Fall (genauso!) tun.

Aber, und das muss ich wirklich auch sagen, es gibt tendenziell auch immer wieder innere Parallelen: ich habe manchmal ein recht starres Gottesbild, Erwartungen an Gott 1 usw. Der Unterschied ist: ich habe niemanden durch Gewalt verloren. Wohl aber Mitmenschen verloren, und da stellt man – ebenfalls wie Mack – oftmals die Frage: Warum?

Und Young gibt in diesem Buch schöne Modelle (er gibt keine Antworten), aber er gibt seine Gedanken preis, die vor Kreativität beinahe aufblühen. Er zeigt uns schön das Wesen der Trinität und von Liebe auf, das macht er wirklich gut.

Und deswegen möchte ich wirklich auf die Kritik eingehen, mit der auf dieses erbauende Buch geschossen wird.

Vor allem von evangelikaler Seite. Grrr.

  1. Wer hat das nicht? Ich denke, das ist ein Anknüpfungspunkt an alle.
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Neues Konzept

by Simon on Februar 16th, 2010

Hallo Lieber Leser,

(hier sind auch alle “innen” gemeint) jlifestyle.de hat einen kompletten Relaunch gemacht,  dieses mal auch einen strukturellen. Ich möchte euch die Möglichkeit geben, selbst und interaktiv an Jlifestyle.de mitzuwirken, deswegen könnt ihr euch ab jetzt registrieren und selbst etwas schreiben. Allerdings nicht gleich ich möchte erst einige Regeln schreiben, wie ihr denn schreiben sollt und so weiter.

Ihr bekommt also bis auf weiteres, wenn ihr euch anmeldet den Contributor Status. Das heißt ihr könnt zwar schon schreiben, aber für die Veröffentlichung bin ich zuständig. Sobald die Regeln draußen sind, dürft ihr auch eure eigenen Posts selbst veröffentlichen.

Liebe Grüße,

Simon

Originally posted 2009-08-15 04:15:59. Republished by Blog Post Promoter

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Der Wahlsonntag

by Simon on Februar 9th, 2010

ja, heute sind die glorreichen Wahlen :) ich war schon, und bin mal gespannt, was dabei rauskommt.

Aber generell ist es sehr spannend in meinem Leben momentan, denn ich war gestern das erste (und sicherlich nicht das letzte) Mal auf Nightfever. Eine sehr atemberaubende, aber auch herausfordernde Anbetungsnacht – katholisch (aber mit den schönen deutschen Liedern von Hillsong. Jaja, Gott weiß schon was er mit mir macht… ;) )

Ich bin natürlich auch ins Gespräch mit den Leuten von dort gekommen, und habe Albert kennen gelernt. Albert hat recht viel durchgemacht, und ist seit 20 Jahren Katholik, mittlerweile auch Gastronom. Also ein harter Typ, wenn man so sagen will. Das spannende ist, dass er genauso wie ich an den Dominikanern interessiert ist (ob das wohl an Pater Thomas liegt??)

Noch spannender ist, dass es noch eine variante gibt, zum Orden dazuzugehören: Laienorden. Und der ist bei den Dominikanern echt hoch angesehen, als Mitglied der Laiengemeinschaft gehört man (ander als beim Drittorden der Franziskaner und den Oblaten bei den Benediktinern) voll zum Orden. Man legt auch die Versprechen ab, allerdings unter anderen Perspektiven.

Naja, und wie Gott so ist, hat er mich natürlich damit nicht in Ruhe gelassen.  Es gab die Möglichkeit Bibelverse zu ziehen. Ich habe das gleich mehrmals gemacht, auch nach dem Gebet, mir mal so ein wenig mehr meine Berufung zu zeigen.

Und hier sind sie (ich muss sie euch einfach zeigen, ER ist einfach zu genial, halleluja):

  • der Erste war: Wer mein Jünger sein will, der nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach (Mt 16,24)
  • der 2te: Wer vom Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, wird niemals mehr Durst haben; das Wasser das ich ihm gebe, wird in ihm zur sprudelnden Quelle… (Joh4,14)
  • das 3te: Als Glaubende gehen wir unseren Weg nicht als Schauende (2 Kor 5,7) !!!!!!!!!!!
  • das 4te: Seid standhaft und unerschütterlich, nehmt eifriger am Werk des Herrn teil. (1Kor 15,58)

Dann hatte ich erst mal die Nase voll, sagte zum Chef: “Es reicht langsam, dass kann doch echt nicht sein!”

  • das 5te: Wo ist euer Glaube? (Lk 8,25)

Das wars dann. Ich hab dann einfach am Missionseinsatz weitergemacht (davon erzähle ich später einmal). Als ich nach Hause kam, war die dran in meinem Brieflkasten. Thema: Lebensgemeinschaften. Waaaaaaaaaaaaaaaah! nein.

WAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAH!

So ists besser.  Ich weiß noch nicht ob, dass das wahre ist. Mönch sein, ob in einer Gemeinschaft, also ein etwas anderes Mönchstum, wo man noch seine eigene Wohnung hat usw. Oder die Klausur. Was mir auch noch vorschwebt, und das finde ich eine klasse Idee und würde Freiburg echt stehen, glaube ich wäre eine gläubige WG, eine Lebens-WG: große, offene Wohnung, für alle Gäste (also mit Gäste-Zimmer) offen, gemeinsamen Gebet und Gesang (räusper), und gemeinsamen Konto. Man geht arbeiten usw, und alles wird auf ein gemeinsamen Konto eingezahlt, wer was braucht darf sich das was er braucht holen. Aber man gibt sich Rechenschaft. Und Ausziehen will, ist das kein Problem: man hat ja die Lohnabbrechnungen etc. Gemeinsamer Besitz wäre auch klasse, aber solche Sachen muss man dann so oder so regeln. Das wär auch was. Platz zum Träumen.

Jemand Interesse?

Gruß Simon

Originally posted 2009-09-27 13:07:36. Republished by Blog Post Promoter

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Wie weit darf man gehen?

by Simon on Februar 9th, 2010

Neben all den schlechten Nachrichten mache ich gerade auch meine Hausarbeiten. Na, jetzt nicht, jetzt erlaube ich mir eine Pause im Café Europa, das ist das Oberstufencafé für Große. Besondere Sorgen bereitet mir die Hausarbeit in MNKG (Mittlere- und Neue Kirchengeschichte), mit der ich erst noch anfangen muss. Aber auch Exegese ist so ein Thema. Darf ich in einer Proseminararbeit einem großen Kommentator wie Pesch widersprechen? Weil ich mit ihm anderer Meinung bin (es geht um Mk 3,1-6)? Ich werde es einfach tun, auch wenns schwierig wird. Ich liebe ja bekanntlich Herausforderungen. Ich muss sagen, dass mir das Hausarbeiten schon Spaß macht, auch wenn es wirklich sehr harte Arbeit sein kann. Sich selbst (u.U. sehr tief!) in die Thematik hinein zu begeben schärft den eigenen theologischen Horizont. Allerdings  muss man den richtigen Rhythmus zwischen Arbeit, (Erwerbs-) Arbeit und Freizeit finden, was auch nicht immer einfach ist. Dann fallen auch mal die Drucker an der Uni aus :( , und man denkt unweigerlich an Murphys Gesetz. Ich bin dann mal wieder weiterarbeiten :) Liturgiewissenschaft erwartet mich *juhuuu*.

Liebe Grüße,

Simon

Originally posted 2009-09-17 12:50:35. Republished by Blog Post Promoter

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